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23.09.2016
Unternehmerstammtisch

Der 1. Unternehmerstammtisch des Gewerbevereins Biebertal hatte mit 20 Teilnehmern einen guten Start und bot eine ausgezeichnete Kommunikationsplattform. Die Bandbreite der angesprochenen Themen reichte von der Suche nach Praktikumsplätzen für Flüchtlinge über die lokalen Gewerbeflächen bis zum heimischen Tourismus und zur Auftragsvergabe der Gemeinde.

Der Vorsitzende des Gewerbevereins Joachim Besier konnte 19 Teilnehmer, darunter auch der Erste Beigeordnete Peter Kleiner in Vertretung des Bürgermeisters Thomas Bender, die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Biebertaler Gemeindeparlament Thomas Prochazka (SPD), Inge Mohr (FW) und Hendryk Gaidies (Grüne) sowie den Vorsitzenden der SPD Biebertal, Karl-Ernst Schaub, den Vorsitzenden im Sport-, Kultur- und Sozialausschuss, Siegfried Gröf sowie Vertreter der Flüchtlingshilfe in der Bürgerhaus-Pizzeria Kalamar in Rodheim herzlich begrüßen.

Die Teilnehmer kamen zum Thema "Quo vadis Biebertal – wie lebens- und liebenswert ist Biebertal in der Zukunft?" ins Gespräch. „Wir suchen den Dialog. Nur wenn man miteinander redet, findet man gute Ergebnisse“, so Vorsitzender Besier.

Peter Westrich und Hermann Mertsch von der Biebertaler Flüchtlingshilfe wiesen darauf hin, dass Praktikumsplätze zur Berufsorientierung für Flüchtlinge gesucht werden. Die 2. Vorsitzende des Gewerbevereins, Sabine Mühlig, erläuterte, dass sich Gewerbetreibende auf der Homepage des Gewerbevereins (Bereich "Service-Angebote") melden können, wenn sie einen Praktikumsplatz anbieten können. Auch Bianca Fehl vom Bildungswerk der hessischen Wirtschaft in Gießen ist noch auf der Suche nach Praktikumsplätzen, um jungen Flüchtlingen Perspektiven geben zu können. In Biebertal wurden bisher sehr gute Erfahrungen bei den absolvierten Praktika gemacht, u. a. von Gewerbevereinsmitglied Michael Gombert.

Ein weiteres Thema war das nicht zustande gekommene interkommunale Gewerbegebiet der Westkreisgemeinden. Erster Beigeordneter Kleiner dazu „Wir machen uns Gedanken über weitere Flächen und wollen das Gewerbegebiet Rodheim-Bieber erweitern“. Karl-Ernst Schaub bezeichnete das interkommunale Gewerbegebiet als eine gute Möglichkeit, ebenso Inge Mohr. „Die Gemeinde profitiert nur von mehr Bau- und Gewerbeflächen. Unsere gute Luft, der Wald und der Erholungswert bleiben außen vor“, so Schaub. Petra Schmidt (zuständig für die Finanzen im Gewerbeverein) war froh, dass es nicht realisiert wurde, weil der Blick auf den Dünsberg und die Burgen beeinträchtigt worden wäre. Hendryk Gaidies sprach sich für nachhaltige Gewerbeflächen aus.

Jürgen Decher regte an, den heimischen Tourismus auszubauen und mehr Freizeitangebote für Gäste anzubieten. „Auch auf die Gastronomie müsse durch Hinweisschilder an den Rad- und Wanderwegen hingewiesen werden“, so Inge Mohr.

Peter Kleiner bemängelte, dass bei Ausschreibungen der Gemeinde nur sehr wenige heimische Firmen Angebote abgeben. Der Gewerbeverein wird dieses Thema bei seinen Mitgliedern ansprechen.

Beim 1. Unternehmerstammtisch herrschte eine gute und konstruktive Gesprächsatmosphäre. „Das macht Lust auf mehr“, so Vorsitzender Besier. Er konnte am Ende eine positive Bilanz ziehen und hofft, dass am nächsten Unternehmerstammtisch am 4. November auch noch mehr Gewerbetreibende teilnehmen werden.
Weitere Infos gibt es unter www.biebertal-hats.de .

Text und Foto: Klaus Waldschmidt